Tiflis – Georgiens Perle am Kaukasus

Georgien ist ein faszinierendes Land, was für Reisende viel zu bieten hat. Es besticht durch einzigartige Naturlandschaften, leckeres Essen und die georgische Kultur.

Georgien im Überblick

Georgien liegt in Vorderasien im Südkaukasus, an der Grenze zwischen Europa und Asien. Es grenzt an die Länder Russland, Türkei, Armenien und Aserbaidschan. Die Georgier bezeichnen ihr Land selbst häufig als Balkon Europas. Die Amtssprache ist georgisch. Besonders bekannt ist das 3,7 Millionen Einwohner beheimatende Land für die wunderschöne Natur, das leckere Essen und die Gastfreundlichkeit der Einwohner. Georgien ist ein christlich geprägtes Land ist. Das Christentum wurde schon im Jahre 337 in Iberien, einem antiken georgischen Staat eingeführt. Bis heute hat sich die Religion als vorherrschend in Georgien gehalten.
Knapp 90 Prozent des Landes gelten als Gebirge oder Hochgebirge. Im Norden liegt der Große Kaukasus, eine Gebirgskette die Georgien von Russland trennt und außerdem dafür sorgt, dass kalte Luft aus dem Norden nicht ins Inland gelangt. Im Großen Kaukasus befindet sich auch der höchste Berg Georgiens – der Schchara. 5.201 Meter ist der Schchara hoch. Im Süden des Landes befindet sich das Gebirge des Kleinen Kaukasus. Georgiens Westküste grenzt an das Schwarze Meer. Die Hauptstadt des Landes ist Tiflis.

Berglandschaft Georgiens

Die Hauptstadt Tiflis

Tiflis ist nicht nur die Hauptstadt Georgiens, es ist auch die bevölkerungsreichste Stadt des Landes. Über eine Million Einwohner hat die Stadt – mehr als ein Viertel der Einwohner Georgiens. Die nächstgrößere Stadt ist Batumi mit gerade einmal 150.000 Einwohnern. Tiflis liegt im Zentrum der Kaukasus-Landenge. Dabei wird die Stadt von drei Seiten von verschiedenen Bergen eingekesselt.
In Georgien wird die Hauptstadt allerdings nicht Tiflis genannt. Dort trägt sie den Namen Tbilissi, was so viel wie warmer Ort bedeutet. Der Name ist darauf zurückzuführen, dass an den Hängen eines der umliegenden Berge bis zu 46,5 °C warme Quellen entspringen. Einer Legende nach jagte ein georgischer König einst einen Fasan. Als er das Tier erlegte, fiel es in eine der Quellen und wurde vom heißen Wasser gekocht. Nachdem der König die Umgebung erforschen ließ, gründete er dort die Stadt Tiflis.

Die kaukasische Metropole war und ist Schnittpunkt der großen Handelsrouten von Heer- und Seidenstraße. Sie wurde rund vierzigmal zerstört und wiederaufgebaut. Daher sind die meisten Gebäude nicht älter als 200 Jahre. Heute ist das Stadtbild facettenreich. Kontrastpunkte zur schönen Altstadt, wo sich alte Karawansereien der Seidenstraße befinden, bilden die modernen Bauten im Zentrum wie bespielsweise die Friedensbrücke oder die zwei Glasrohre der Konzert- und Ausstellungshalle. Den besten Blick genießt man vom 750 Meter hohen Hausberg, dem Mtatsminda. In einer Gondelbahn kann man über die Dächer der Altstadt hinauf auf den Hausberg schweben, zur Festung Nariqala.

Konzerthalle mit Präsidentenpalast

Die Gebirgslandschaft Georgiens entdecken

Besonders spektakulär und einzigartig, sind die Gebirgslandschaften Georgiens. Fernab der Touristenströme kann man dort die Natur genießen. 2013 durchfuhren Teilnehmer unserer Auto-Rallye Georgien und genossen die wunderschöne Landschaft. Die Strecke führte über die Türkei nach Batumi und weiter bis in die Hauptstadt Tiflis. Von dort ging die Fahrt weiter Richtung russische Grenze durch ein beeindruckendes Bergpanorama und an dem dritthöchsten Berg Georgiens vorbei – dem Kasbek. Mit 5.047 Metern Höhe ist er auch von weitem erkennbar und sogar Teil der georgischen Mythologie. Hier soll der georgische Held Amirani von den Göttern festgebunden worden sein, nachdem er den Menschen beibrachte, wie man Metall bearbeiten kann. Über den Kreuzpass auf 2.379 m ging es entlang der Georgischen Heerstraße hinüber nach Russland, wo die Stadt Wladikawkas das erste Ziel auf russischer Seite war.

Oldtimer im Kaukasus – 2013 auf der Silkroad Rallye

Der Kaukasus – Panorama bei Gudauri

Orthodoxe Kirche am Zhinvali Stausee

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Batumi

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Tiflis

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Russische Grenze

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Wladikawkas

Niklas Júlíusson
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