Schaschlik – kulinarische Spezialität aus dem Kaukasus

Jeder hat schon einmal von ihm gehört – dem Schaschlik. Er ist nicht nur in den zentralasiatischen Länder beliebt, sondern auch bei uns eine gern gegessene Speise. Heute stellen wir das leckere Gericht und seine unterschiedlichen Zubereitungsarten vor.

Ursprung des Schaschliks

Schaschlik

Schaschlik

Wenn man von einem Schaschlik spricht, springt natürlich direkt eine Sache ins Auge – der Spieß. Die leckeren Fleischspieße haben ihren Ursprung vermutlich im Kaukasus. Ganz klar ist nicht, wo der leckere Spieß erfunden wurde. Länder wie Georgien, Armenien und Russland beanspruchen alle, den Schaschlik erfunden zu haben und haben heute alle noch traditionelle Versionen des modernen Spießes. Klar hingegen ist, dass der Begriff Schaschlik aus den Turksprachen kommt und mit „aufspießbar“ übersetzt werden kann. Ursprünglich wurde Schaschlik nur mit mariniertem Lammfleisch gemacht.

Russischer Schaschlik

Russland hat mit Sicherheit stark zum heutigen Erfolg des Schaschliks beigetragen. Im 20. Jahrhundert erreichte der Schaschlik auch Moskau und wurde von dort aus in ganz Russland zu einer Spezialität. Davor gab es in Russland auch schon einen marinierten Fleischspieß, der allerdings unter einem anderen Namen bekannt war: Verchenoye. Der Name wird heute in Russland meist nicht mehr verwendet. Der gängigere Name Schaschlik wird stattdessen benutzt.

Georgischer Mzwadi

Eines der georgischen Nationalgerichte ist der Mzwadi. Auch er gilt als einer der Vorgänger des Schaschliks. Besonders beliebt ist er in Georgien wegen seiner Vielfältigkeit – ob an Ständen auf Märkten, zu Picknicks oder in Restaurants. An den verschiedensten Orte werden die leckeren Spieße zubereitet und gegessen.

Dabei gibt es bei der traditionellen Zubereitung ein paar Dinge zu beachten. Erst einmal werden die Fleischstücke in Marinade eingelegt und für ein paar Stunden ziehen gelassen. Danach steckt man die Fleischstücke auf die sogenannten Schampuri. Die georgischen Spieße zeichnen sich durch breite Klingen aus.

Mzwadi werden traditionell nicht über Holzkohle gebraten, sondern direkt über Holz. Dies sorgt dafür, dass die Fleischstücke nicht nur gebraten, sondern auch geräuchert werden und ein ganz besonderes Aroma entwickeln.

Schaschlik gebraten auf einem Mangal

Natürlich gibt es heutzutage auch noch andere Zubereitungsmöglichkeiten. In Restaurants werden die Spieße häufig in einer Tonschale im Ofen gegart und zu Hause oft in der Bratpfanne. Serviert werden Mzwadi mit Zwiebeln und Brot. Wahlweise kann man statt Brot auch Kartoffeln oder Pommes Frites dazu anbieten. Angeboten wird der Spieß mit Kalbs-, Hühner-, Schweine- und Schafsfleisch.

Armenische Khorovats

Auch in Armenien gibt es eine ursprüngliche Form des Schaschliks – Khorovats. In der Sovietzeit war es schwierig in Armenien genug Fleisch zu bekommen um damit zu grillen. Heutzutage zeigt man wenn man grillt, dass das Leben wieder gut ist. Khorovats werden von den Menschen daher sehr geschätzt.

Daher gleicht die Zubereitung für viele Armenier häufig auch einem Ritual. In Armenien wird meist Schweinefleisch für die Zubereitung von Khorovats verwendet. Das Fleisch wird mit schwarzem Pfeffer, Zwiebeln und getrocknetem Basilikum mariniert und über Nacht im Kühlschrank gelagert.
Im Gegensatz zu den georgischen Mzwadi, werden Khorovats über natürlicher Kohle gebraten. Sobald die Asche weiß ist, kann man das Fleisch auf den Grill legen. Allgemein gilt: je häufiger man die Khorovats auf dem Grill dreht, desto schmackhafter werden die Spieße.

Serviert werden Khoravats mit dem traditionellem Brot Lavash und mit Zwiebeln.

In diesem Video sehen Sie, wie Khorovats zubereitet werden:

Schaschlik mit Gemüse

Schaschlik mit Gemüse

Obwohl der Schaschlik traditionell mit Fleisch zubereitet wurde, wird er heute natürlich auch gerne mit Gemüse gegessen. Der Fantasie sind hierbei keine Grenzen gesetzt, denn man kann auf den Schaschlik fast alles packen. Tomaten, Kartoffeln, Käse, Paprika, Zwiebeln, Pilze oder andere Kombinationen die einem einfallen, machen das Gericht auch zu einem perfekten Essen für Vegetarier. Kein Wunder also, dass ein so praktisches Gericht den langen Weg aus dem Kaukasus bis zu uns geschafft hat und sich mittlerweile weltweit etabliert hat.

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Niklas Júlíusson
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