• Der Pamir-Highway

Der spektakuläre Pamir-Highway

Der legendäre Pamir-Highway ist eine Hauptverkehrsstraße, die durch eines der größten Hochgebirge der Welt führt – das Pamir-Gebirge. Sie verläuft auf einer Länge von 1.250 Kilometern von Kirgisistan nach Tadschikistan. Der Pamir-Highway ist auch als Teilstück der Fernstraße M41 bekannt und ist nach dem Karakorum-Highway die zweit höchst gelegene befestigte Fernstraße der Welt.

Der erste Teil des Pamir-Highways wurde im Jahr 1932 fertiggestellt. Er verläuft von der kirgisischen Stadt Osch durch die tadschikische Region Berg-Badachschan bis nach Chorugh. Der Highway diente der ehemaligen Sowjetunion zur wirtschaftlichen Erschließung dieser Region. Der Großteil der Route führt durch das Pamir-Gebirge und liegt auf einer Höhe von 3.500 bis über 4.000 Metern. In Anbetracht der großen Höhen und der klimatischen Verhältnisse, gilt der Pamir-Highway als bautechnisches Meisterwerk der Russen. Im Jahr 1940 wurde die Fernstraße dann von Chorugh bis zur Hauptstadt Duschanbe ausgebaut. Diese Route verläuft auf weiten Teilen der Strecke entlang des Flusses Panj, der Tadschikistan von Afghanistan trennt.

Das Pamir-Gebirge in Tadschikistan

Osh: Ausgangspunkt des Pamir-Highways

Den Ausgangspunkt des Pamir-Highways bildet die alte Oasenstadt Osch in Kirgisistan, die auf eine 3.000-jährige Geschichte zurückblicken kann. Es handelt sich dabei um die zweitgrößte Stadt Kirgisistans. Bekanntheit hat Osch insbesondere durch den heiligen Berg Suleiman erlangt. Der geschichtsträchtige Berg wurde 2009 in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen. Er beherbergt eine Vielzahl von alten Kultstätten und ist von großer religiöser Bedeutung für die Kirgisen. Vom Gipfel des Berges bietet sich ein wunderschöner Blick ins Ferghanatal und die Stadt Osch.

Die zauberhafte Stadt Osch

Ein Besuch des berühmten Dshajma-Basars gehört auf jeden Fall zum Pflichtprogramm bei einem Besuch in Osch. Der Basar hatte schon zu Zeiten der alten Seidenstraße Bestand. Es ist interessant, dem bunten Treiben auf dem Markt zuzuschauen. Von Backwaren über Gewürze, getrocknete Früchte, Nüsse und Fleisch bis hin zu traditioneller Kleidung ist hier alles erhältlich. Von Osch gelangt man dann über den berühmten Kyzil-Art-Pass auf den Pamir-Highway und durchläuft die Grenze zu Tadschikistan auf einer spektakulären Höhe von 4.282 Metern.

Der Karakul-See

Die nächste Station auf dem Pamir-Highway ist der wunderschöne und glasklare Gebirgssee Karakul, der sich in der nordöstlichen Region von Tadschikistan erstreckt. Er befindet sich auf einer Höhe von 4.020 Metern. Der Salzsee liegt in einem Einschlagkrater eines Meteoriten und ist schon vor fünf Millionen Jahren entstanden. Es handelt sich bei dem See um das größte Binnengewässer des Landes. Umgeben von den hohen schneebedeckten Gipfeln des Pamirs fühlt man sich am Ufer des Karakul-Sees wie in eine Märchenwelt versetzt.

Murghob – Verwaltungszentrum des östlichen Pamirs

Eine weitere Station entlang der Fernstraße bildet der kleine Ort Murghob (auch Murghab), der an der Kreuzung des gleichnamigen Flusses sowie des Pamir-Highways liegt. Vom Karakul-See aus ist Murghob über den Ak-Baital-Pass, dem höchsten Punkt der Strecke in 4.655 Metern Höhe, erreichbar. Der Ort befindet sich, eingebettet im Hochplateau des Pamir-Gebirges, auf einer Höhe von über 3.600 Metern und ist somit die höchst gelegene Ortschaft in Tadschikistan. Mit seinen 7.000 Einwohnern ist Murghob das Verwaltungszentrum der östlichen Pamir-Region.

Das Stadtbild ist geprägt von alten Lehmhäusern, Kühen, Schafen und Ziegen. Den Großteil der Bevölkerung bilden Kirgisen und Pamirer, die hier sehr isoliert leben und ein vergleichsweise einfaches Leben ohne Strom und Luxus führen. Sehenswert ist die Moschee, die direkt am Ufer des Flusses errichtet wurde. Weiter geht es Richtung Südwesten über die Hochebenen des endlos weiten Pamir-Gebirges, vorbei an Bergen, Tälern, abgelegenen Siedlungen und Yakherden bis nach Chorugh.

Chorugh – Hauptstadt von Berg-Badachschan

Der nächst größere Ort auf dem Pamir-Highway ist Chorugh, der sich etwa 300 Kilometer westlich von Murghob befindet. Chorugh ist die Hauptstadt der Provinz Berg-Badachschan und zählt knapp 29.000 Einwohner. Die Stadt liegt auf einer Höhe von 2.200 Metern und ist umgeben von bis zu 5.300 Meter hohen Gipfeln des Pamirs. Die Stadt wurde erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts aufgrund ihrer strategisch günstigen Lage als russische Garnisonsstadt gegründet. Das Stadtbild von Chorugh wirkt insgesamt sehr grün, da der Ort unmittelbar an der Einmündung des Flusses Schachdara in den Gunt liegt.

Oberhalb der Stadt auf einem Hügel befindet sich zudem ein botanischer Garten, bei dem es sich um den zweit höchst gelegenen botanischen Garten der Welt handelt. Er wurde zu Zeiten von Stalin angelegt, um Nutzpflanzen an das raue Klima in den Bergen zu gewöhnen. Von hier aus bietet sich ein fantastischer Ausblick auf die Stadt und die Umgebung. Von Chorugh aus führt der Pamir-Highway entlang der afghanischen Grenze bis zur tadschikischen Hauptstadt Duschanbe. Der abenteuerliche Weg entlang des wilden Flusses Pandsch durch enge Täler wird auf weiten Strecken von hoch aufragenden steilen Felswänden gesäumt.

Eingekesselt: die Stadt Chorugh

Duschanbe – Endpunkt des Pamir-Highways

Den Endpunkt des Pamir-Highways bildet Duschanbe, die Hauptstadt von Tadschikistan. Sie liegt im westlichen Teil von Tadschikistan im Süden des Hissar-Gebirges und befindet sich immerhin noch auf einer Höhe von 800 Metern. Mit etwa 800.000 Einwohnern ist Duschanbe die Stadt mit der größten Bevölkerung und bildet das kulturelle, wirtschaftliche und politische Zentrum des Landes. In der Landessprache bedeutet Duschanbe „Montag“. Die Stadt wurde so genannt, da sie sich aus einem kleinen Dorf entwickelt hat, in dem jeden Montag der wöchentliche Markt stattfand.

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Anna Sellmann
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