Der Achal-Tekkiner: das Nationaltier Turkmenistans

Turkmenistan ist ein raues und wildes Land. Fast 95% der Landfläche wird von der Karakum-Wüste eingenommen. Es gibt steile Gebirge mit Gipfeln auf 3.000 Metern Höhe und in den heißen Sommern lindert nur das Kaspische Meer die Hitze. Ein ideales Umfeld um ausdauernde Pferde zu züchten, deren Kampfgeist sie für den Reitsport prädestinieren. Die Rede ist von den Achal-Tekkinern, dem stolzen Nationaltier Turkmenistans, das sogar im Staatswappen verewigt worden ist.

Das macht den Achal-Tekkiner besonders

Nach dieser Einleitung wird es niemanden mehr verwundern, dass der Achal-Tekkiner zu den widerstandsfähigsten Pferden der Welt gehört. Die Rasse gilt als robust, trittsicher und nervenstark. Dabei sind die Bewegungen des Achal-Tekkiners sehr geschmeidig. In Turkmenistan wird der Achal-Tekkiner vor allem beim Pferderennen eingesetzt, doch die Vielseitigkeit dieser Rasse hat auch viele Olympiasieger hervorgebracht. Eine Eigenschaft, die diese Pferde ideal für den Reitsport macht, ist ihre Bindungsbereitschaft an den Reiter.

Auch sein äußeres Erscheinungsbild macht den Achal-Tekkiner besonders. Er verfügt über viele charakteristische Merkmale, die bei anderen Rassen als Makel wahrgenommen werden. Doch ihn macht diese Kombination einzigartig. Neben den schwarzumrandeten und mandelförmigen Augen fallen vor allem der steil aufgerichtete Hals und der lange Rücken auf. Außerdem ist die eigenwillige Stellung der Hinterbeine zu erwähnen, die sehr hochsitzende und nach innengedrehte Sprunggelenke aufweisen.

Der Achal-Tekkiner wird in Turkmenistan in freilaufenden Herden gehalten. Diese werden von berittenen Hirten auf den weitläufigen Steppen gehütet.

Die Zuchtgeschichte

Es ist nicht genau belegt, wo der Ursprung des echten Achal-Tekkiners liegt, der als sehr alte Pferderasse gilt. In Turkmenistan soll der Achal-Tekkiner in der jetzigen Form bereits seit 3.000 Jahren gezüchtet werden. Das Zuchtgebiet dieser Rasse erstreckt sich aber auch auf Kasachstan und bis nach Afghanistan. Die besonderen Eigenschaften des Achal-Tekkiners machten diese Pferde auch in anderen Ländern sehr begehrenswert. In Kriegen und Schlachten wurden Achal-Tekkiner gerne als Kriegsbeute gestohlen.

Auch wenn hierzulande diese Rasse unter Laien nicht sehr bekannt ist, wurde der Achal-Tekkiner auch zur Veredelung europäischer Rassen eingesetzt. Sein Einfluss soll unter anderem im Englischen Vollblut zu finden sein.

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Laura Bünning