Corona Update für Kasachstan und Usbekistan

Die aktuelle Lage der Corona-Pandemie betrifft die ganze Welt. Kein Land ist von dem im Dezember 2019 in China ausgebrochenen Virus nicht betroffen. Unsere Berichterstattung konzentriert sich hauptsächlich auf Europa, die USA und Ostasien. Doch wie sieht die Lage derzeit in Zentralasien aus?

Entwicklung der Corona-Situation in Kasachstan

In Kasachstan wurden die ersten Corona-Fälle im März festgestellt. Zwei Rückkehrer aus Deutschland wurden positiv getestet. Kurz darauf wurde in Kasachstan der Notstand ausgerufen, bei dem eine Einreisesperre für das Land verhängt wurde. Der Notstand wurde im Mai beendet. Seit Mitte August herrscht wieder Flugverkehr von Deutschland nach Kasachstan. Trotzdem ist die Visafreie Einreise bis voraussichtlich 1. November 2020 ausgesetzt.

Die aktuellen Zahlen von Kasachstan, liegen laut der Johns-Hopkins Universität bei rund 110.000 aktiven Fällen (Stand 22.10.2020). Deutschland liegt im Vergleich dazu momentan bei rund 400.000 Fällen. Mit einer Einwohnerzahl von etwa einem Viertel der deutschen Bevölkerung, liegt die Zahl damit auf einem ähnlichen Niveau.

Einreise nach Kasachstan

Seit dem 6. Oktober ist eine Einreise nach Kasachstan nur noch mit einem negativen PCR-Test möglich. Dieser darf zum Zeitpunkt der Einreise nicht älter als 72 Stunden sein und muss der Fluggesellschaft vor Flugbeginn vorgelegt werden. Ohne den Test kann man als Ausländer nicht nach Kasachstan einreisen.

Obwohl Kasachstan mittlerweile mit dem Flugzeug wieder erreichbar ist, ist der Zugang über Seehäfen immer noch gesperrt. In Häfen am Kaspischen Meer und Städten wie Aqtau und Quryg ist nur noch der grenzübergreifende Umschlag von Gütern erlaubt. Passagiere dürfen hier die Grenze nicht passieren.

Wirtschaftliche Folgen in Kasachstan

Wie auch in vielen anderen Ländern, trifft die Corona-Pandemie Kasachstan auch wirtschaftlich. Kasachstan ist zu einem großen Teil vom Erdölexport abhängig. Rund 58 % des Exports wird durch die Ölindustrie im Land erzeugt.

Seit Ausbruch der Corona-Pandemie sinkt der Rohölpreis stetig. Um der Wirtschaft in dem Land unter die Arme zu greifen investiert auch der Staat in Anti-Krisen-Vorkehrungen. Ähnlich wie bei uns gibt es steuerliche Erleichterungen. Die Mehrwertsteuer wurde z.B. für sozial bedeutsame Lebensmittel gesenkt und die Verbrauchersteuer für Export von Benzin und Diesel fällt weg.
Zusätzlich werden günstige Kredite für die Wirtschaft mit guten Konditionen zur Verfügung gestellt. Um Arbeitsplätze zu sichern werden laut Präsident Tokajew umgerechnet 675 Millionen US Dollar in die Hand genommen.

Erdölförderung

Entwicklung in Usbekistan

Auch Usbekistan wurde schon im März von der Coronavirus-Pandemie getroffen. Es war damit unter den ersten zentralasiatischen Ländern in denen Covid-19 ausgebrochen ist. Nach einer anfänglich eher langsamen Entwicklung hat das Land mit rund 65.000 aktiven Corona-Fällen laut Johns-Hopkins-Universität (Stand. 22.10.2020) einen auf die Gesamtbevölkerung gerechneten niedrigeren Wert als Kasachstan.

Usbekistan wird in unterschiedliche Risikozonen eingeteilt, ähnlich wie es bei uns in Deutschland auch der Fall ist. Besonders betroffen ist die Hauptstadt Tashkent. Usbekistan hat zur Zeit schon zwei Lockdowns hinter sich. Der letzte wurde im August wieder aufgehoben.

Hier sehen Sie ein Video zum ersten Lockdown in Tashkent:

Wirtschaftliche Folgen in Usbekistan

Im Gegensatz zu Kasachstan wird in Usbekistan in diesem Jahr immer noch ein Wirtschaftswachstum prognostiziert. Grund dafür ist, dass Projekte für Dienstleistungen, Industrie, Landwirtschaft und Infrastruktur vermutlich trotzdem fortgeführt werden können. Besonders der Agrarsektor hat gute Wachstumsaussichten und die Maßnahmen der Regierung sorgen dafür, dass die Corona Lage abgefedert werden kann.

Negative Folgen werden für den Außenhandel erwartet. Import und Export von Waren werden wahrscheinlich deutlich niedriger als im Vorjahr ausfallen.

Einreisen nach Usbekistan

Es ist schwierig aktuelle Informationen über die Einreisebedingungen nach Usbekistan zu bekommen. Man muss mit einem eingeschränkten Linienflugverkehr rechnen und über Land ist die Einreise derzeit nicht erlaubt. Das auswärtige Amt schreibt, dass in der Regel eine 14-tägige Quarantäne für deutsche Staatsbürger gemacht werden muss (Stand: 23.10.2020).

Sowohl Kasachstan wie Usbekistan haben viele Maßnahmen getroffen die die Verbreitung des Coronavirus verlangsamen und gleichzeitig die Wirtschaft stärken sollen. Wie die Situation sich in den beiden Ländern entwickeln wird, bleibt abzuwarten.

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