10 Tipps für Ihren ersten Basar-Besuch

In unserer modernen Welt ist der Online-Handel für zahlreiche Menschen nicht mehr wegzudenken. Mit einem einfachen Klick auf die Computermaus landet die ausgesuchte Ware im virtuellen Einkaufskorb und macht sich per Expressversand auf den Weg zu uns nach Hause. Besonders in den westlichen Ländern ist ein Einkauf in verschiedenen Geschäften für viele mit Stress und viel Zeitaufwand verbunden. Doch in anderen Teilen der Welt handeln die Menschen noch wie in den Geschichten aus „1001 Nacht“. Wer sich auf den Zauber und Charme eines Basars einlassen möchte, kann unter Umständen wunderschöne Waren zu guten Preisen erstehen. Doch wie handelt man eigentlich auf einem Basar? Mit den folgenden zehn Tipps machen auch Sie garantiert ein gutes Geschäft!

  • Nr. 1: Nehmen Sie sich Zeit

    Zunächst einmal sollte man für einen ausführlichen Rundgang auf einem Basar viel Zeit mitbringen. Am besten macht man tatsächlich einen ganzen Tagesausflug daraus, denn anders als beim Bummeln in der Heimat kommt zum An- und Ausprobieren noch das Feilschen hinzu. Hier erfährt man ein völlig neues Einkaufserlebnis. Jeder, der sich auf dieses Erlebnis einlässt, taucht gleichzeitig in die lokale Kultur ein. Um Stress zu vermeiden, teilen Sie sich Ihren Ausflug am besten in einen Rundgang am Morgen und einen am Nachmittag ein. Zwischendurch gehen Sie etwas leckeres Essen oder Ruhen sich bei einem Tee aus.

  • Nr. 2: Verschaffen Sie sich einen Überblick

    Besonders in fremden Ländern wirken einheimische Produkte schnell attraktiv und damit keiner die Ware wegschnappt, neigt man zu einem schnellen Kauf. Lassen Sie sich zu Beginn Zeit mit den Käufen und machen Sie sich erst einen genauen Überblick über das reichhaltige Angebot. Schwimmen Sie mit dem Menschenstrom und versuchen Sie ein Gefühl für die vorhandenen Waren zu bekommen. Wer das Gedränge und die vielen Menschenstimmen an einem Ort nicht gewohnt ist, kann sich schnell verlaufen und die Orientierung verlieren. Viele Basare haben am Eingang Karten ausliegen, die Besucher mitnehmen können oder wenigstens ein Layout ausgestellt, dass man sich abfotografieren kann. Auf diese Weise behalten Sie stets die Orientierung über Ihren Standort und Sie können sich noch besser auf die Waren konzentrieren.

  • Nr. 3: Informieren Sie sich über den Preis

    Sobald Sie sich einen Überblick verschafft und Produkte Ihres Interesses ausfindig gemacht haben, können Sie mit der „Preisnachforschung“ beginnen. Schauen Sie hierzu, was die Einheimischen für die Ware bezahlen, an der Sie interessiert sind. Auf diese Weise bekommen Sie ein Gefühl, was die Ware kosten darf. Durch das passive Beobachten treten Sie aber immer noch nicht mit dem Verkäufer in Kontakt, was Ihnen einen Vorteil beschert. Denn bereits bei der Begrüßung sammelt der Händler die ersten und für Ihn sehr wichtigen Informationen über Sie und das nun beginnende Feilschen.

    Die Begrüßung mag noch so unscheinbar sein. Mit der Frage nach Ihrer Herkunft, scheint die Frage wie ein einfaches und freundliches „Hallo“. Doch hier greift der Händler für ihn essentielle Informationen ab. Offenbaren Sie ihm, dass Sie aus einer großen Stadt Amerikas oder Europas kommen, sind Sie in seinen Augen sofort eine wohlhabende Person. Ein Grund für Ihn, den Anfangspreis direkt hoch anzusetzen. Mit diesem Hintergrundwissen, können Sie davon ausgehen, dass der Startpreis doppelt oder sogar dreifach so hoch sein kann, wie der eigentliche Preis, für den der Händler das Produkt verkaufen möchte.

  • Nr. 4: Lassen Sie den Händler das erste Angebot machen

    Handeln ist wie Schach. Es ist ein strategischer Schlagabtausch, der mit einem Informationsaustausch beginnt und so die Weichen für die weitere Preisgestaltung stellt. Daher ist es ratsam, nicht gleich zu Beginn als Kunde mit einem Preisangebot zu beginnen. Denn sobald man sein eigenes Angebot ausgesprochen hat, wird dies der niedrigste Preis sein, der Ihnen der Händler allerhöchstens anbieten wird. Drehen Sie den Spieß um und lassen Sie den Händler mit seinem „besten“ Angebot beginnen. Auf diese Weise wissen Sie, wo der Händler anfängt und wie viel Sie noch runter handeln müssen, um Ihrem Wunschpreis näherzukommen.

  • Nr. 5: Setzen Sie auf Mengenrabatt

    Selbstverständlich wollen die Händler nicht auf ihren Waren sitzen bleiben, gute Umsätze erzielen und so viel wie möglich abverkaufen. Daher gibt es häufig Rabatte, wenn Kunden mehrere Waren kaufen und je mehr Sie kaufen, desto besser fallen die Nachlässe aus. Zeigen Sie, dass Sie an mehr als einem Produkt interessiert sind, macht es auch die Preisgestaltung um ein vielfaches interessanter. Seien Sie aber vorsichtig, nicht zu viel einzukaufen. Andernfalls zahlen Sie nachher beim Rückflug aufgrund von Übergepäck teure Gebühren drauf.

  • Nr. 6: Halten Sie nicht an einem Händler fest

    Scheint Ihr Versuch den Preis runterzuhandeln fehlzuschlagen, da der Händler an seinem Preis festhält, haben Sie keine Angst, einfach wegzugehen. Auf Basaren gibt es in der Regel viele Geschäfte mit ähnlichen oder sogar gleichen Waren. Sollte der Händler Ihr finales Angebot ablehnen, hören Sie sich sein letztes Angebot an und gehen Sie mit dieser Information einfach weiter. Sobald Sie einen Händler mit den gleichen Waren gefunden haben, fragen Sie ihn, ob er Ihnen ein besseres Angebot machen kann. In vielen Fällen klappt diese Methode sehr gut.

    Falls auch der zweite Händler nicht weiter mit dem Preis runtergehen möchte, wiederholen Sie das Spiel. Suchen Sie einen dritten Stand auf und versuchen Sie es noch einmal. Sollten Sie allerdings Reaktionen erhalten wie „Sie sind ja verrückt“ oder „Ne, ne, ne, das geht nicht“, dann ist Ihr Preisangebot eventuell doch zu niedrig. Setzen Sie beim nächsten Händler einfach ein bisschen höher an und schauen Sie, was dann passiert.

  • Nr. 7: Nehmen Sie sich eine Pause

    Wie zu Beginn bereits erwähnt, benötigt ein Basar-Besuch sehr viel Zeit. Außerdem benötigen Sie eine große Portion Geduld. Denn das Feilschen um einen günstigen Preis ist harte Arbeit. Frustration und Stresssituationen können da durchaus die Folge sein und jemanden ermüden. Ist dieser Punkt erreicht, nehmen Sie sich eine Auszeit. Suchen Sie sich in der näheren Umgebung ein Café oder ein Restaurant, wo Sie sich ausruhen und stärken können. Alternativ kehren Sie zum Hotel zurück und machen dort ein erholsames Nickerchen und überdenken alles noch einmal in Ruhe. Besteht dann immer noch Interesse an den Waren, gehen Sie nachmittags für Runde 2 noch einmal hin.

  • Nr. 8: Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen

    Schnell werden Sie feststellen, dass die Händler äußerst freundlich sein können. Lassen Sie sich von den Nettigkeiten, angebotenem Tee und charmanten Unterhaltungen nicht unter Druck setzen. Diese Aspekte gehören schlicht zum Prozess und bedeuten nicht, dass der Händler zu Ihnen besonders nett ist.

  • Nr. 9: Seien Sie nicht zu knauserig

    Knausern Sie nicht mit Waren, die Sie wirklich mögen, selbst wenn es ein wenig mehr kostet, als Sie zu zahlen bereit sind. Rechnen Sie zuerst einmal die Landeswährung in Ihre Heimatwährung um. Vielleicht merken Sie, dass Sie um einen nur geringen Betrag feilschen. Doch verlassen Sie den Basar nicht, ohne die Ware gekauft zu haben, die Sie in Ihr Herz geschlossen haben. Denn sobald Sie in der Heimat sind, werden Sie den „Nicht-Kauf“ für eine lange Zeit bereuen.

  • Nr. 10: Tauchen Sie in den Moment ein

    Neben den ganzen Strategien des Feilschens und der Stressbewältigung sollten Sie nicht vergessen, in die zu Beginn angesprochene Atmosphäre einzutauchen. Neben dem Feilschen und Erzielen guter Preise wollen Sie schließlich auch Land und Leute kennenlernen. Lassen Sie sich also ruhig auf das ein oder andere Gespräch mit den Händlern ein und trinken Sie den angebotenen Tee. Sie werden schnell merken, dass Sie mit dieser Einstellung entspannter über den Basar gehen werden. Am Ende des Tages haben Sie sicherlich das Beste ergattert, ohne es zu merken. Ein Tag voller schöner, unvergesslicher Momente und Erinnerungen.

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Patrick Müsker
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